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Typische Gerichte: Das isst man in Amsterdam

Es gibt eine ganze Reihe Gerichte, Snacks oder Spezialitäten die typisch für die Niederlande und für Amsterdam sind. Wer die Stadt besucht, sollte davon zumindest einige einmal probieren. Denn Reisen bedeutet ja auch, einen Ort durch seine Geschmäcker zu entdecken!

Bittterballen

Käse

Der Käse in den Niederlanden schmeckt wirklich anders, als man ihn aus deutschen Supermärkten kennt: Nämlich wirklich gut und geschmackvoll.

Die Niederländer lieben Käse, er wird gern schon zum Frühstück, zum Lunch oder abends zum Bier oder Wein gegessen. Bekannt ist vor allem der Gouda, benannt nach der Stadt. Es gibt ihn jong, belegen oder overrjarige: Das bedeutet etwa jung, mittelalt und alt. Der Geschmack reicht von mild und rahmig bis hin zu würzig. Der overjahige Gouda Old Amsterdam hat sich zu einer echten Marke entwickelt.

Neben Gouda isst man aber noch viele andere Käsesorten, wie Edamer, Maasdamer (das sind die bekannten) aber auch Ziegen- oder Schimmelkäse. Es gibt in Amsterdam reine Käsegeschäfte wie Tromp, Henri Willig Cheese, Kaaskamer oder Reypenaer, man bekommt aber auch sehr guten Käse auf den Märkten.

Käse im Geschäft

Patat

Nicht einfach frittierte gefrorene Fritten. Nein: Fast liebevoll werden Kartoffeln in dicke Streifen geschnitten und zwei Mal frittiert. Und weil sie gerne frisch gemacht werden, schmecken sie auch wirklich lecker! Außen schön knusprig und innen ganz weich.

Dazu gibt es Frietsaus, die unserer Mayonnaise ähnlich ist, aber eben doch anders ist oder eine andere Soße nach Wahl. Wer patat speciaal bestellt, bekommt Curryketchup, Frietsaus und Zwiebeln oben auf die Fritten.

In Amsterdam und im Norden nennt man die Fritten übrigens Patat, im südlichen Teil der Niederlande heißen sie Friet (auch Vlaamse Friet).

Bitterballen

Die Bitterballen sind ein Liebling und ewiger Klassiker, sie können in fast jeder Kneipe oder Bar bestellt werden, nicht zuletzt, weil sie so ausgezeichnet zum Bier passen. In den Bällchen verbirgt sich unter einer knusprigen frittierten Panadenkruste ein Fleischragout. Dazu passt Senf. Wer sie das erste Mal probiert: Vorsicht beim Reinbeißen, frische Bitterballen können innen echt heiß sein!

Kroket

Sozusagen die große Schwester des Bitterballen ist die Kroket: Eine Fleischkrokette die gerne mal im Automaten verkauft wird. Wer sie noch nicht kennt, sollte sie einmal ausprobieren, denn sie sind eine lokale Besonderheit: die Automaten-Imbisse von FEBO: Eine ganze Wand voller Warmhaltefächer, die gegen den Einwurf einer Münze geöffnet werden können und der Inhalt (meist eine Kroket) kann dann verputzt werden.

Die Kroket hat eine längliche Form und wie bei einem Bitterballen ist die knusprigen Panadehülle gefüllt mit Fleischragout (meist Rind).

Automaten-Geschäft

Nieuwe haring

Wer Fisch mag, sollte ihn unbedingt versuchen, den rohen eingelegten jungen Hering. Jedes Jahr ab Juni gibt es ihn an so vielen Ständen in der ganzen Stadt zu kaufen. Er wird zusammen mit gehackten Zwiebeln und gern auch eingelegter Gurke serviert und ohne oder mit Brot gegessen. Dabei nimmt man in den Niederlanden den Fisch bei der Schwanzflosse, tunkt ihn in die Zwiebel, hebt ihn hoch und beißt von unten Stück für Stück ab bis zum Schwanz. Wer den Hering als Fischbrötchen haben möchte, bestellt ihn als "broodje haring."

Poffertjes

Sehr niederländisch, sehr lecker und vor allem im Winter sehr populär sind Poffertjes. Sie sind wie kleine Pfannkuchen, aber viel fluffiger. Ihr Teig ist aus Weizenmehl, Buchweizenmehl und Hefe und gegessen werden Sie mit Puderzucker und etwas Butter. Wer mag kann auch andere Zutaten (Sirup, Obst, Sahne) bekommen, aber am besten schmeckt das Original: Auf einem Pappteller kann man mit der Holzgabel die Butter auf den Poffertjes verteilen und alles noch warm essen.

Stroopwafel

Zwei dünne Waffeln die mit Karamellsirup zusammengehalten werden: Stroopwafels schmecken so großartig, dass man kaum damit aufhören kann. Am besten holt man sie frisch auf einem Markt (z.B. Albert Cuyp Markt) oder in einer Bäckerei. Zum Mitnehmen nach Hause gibt es auch Packungen in jedem Supermarkt.

Vla

Vla ist ein Pudding, meist Vanille oder Schoko. Die Konsistenz ist eher flüssig. Kaufen kann man ihn in Tetrapacks (ein Liter!) und wer mag kann ihn daraus direkt "trinken."

Hagelslag

Hagelslag sind Schokostreusel, die am liebsten auf einem Butterbrot gegessen werden. Manchmal streut man sie auch über andere Desserts (Eis, Vla usw.). Aber am bekanntesten sind sie zum Frühstück auf dem Brot: Besonders die Sorten Milchschokolade und dunkle Schokolade lohnen sich zu probieren. Es gibt auch (allerdings weniger beliebt) weitere Geschmacksrichtungen, von fruchtig bis zu Lakritz.

Drop

Drop ist Lakritze in den Niederlanden, wo man verrückt danach ist. In keinem Land Europas ist der pro-Kopf Konsum von Lakritz höher. Es gibt ganze Lakritzgeschäfte, man bekommt Drop aber praktisch überall, in jedem Geschäft oder Kiosk. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Geschmacksrichtungen: Von süß bis salzig, von mild bis stark, von hart bis weich.