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Die Grachten und der Grachtengürtel

Als "Venedig des Nordens" wird Amsterdam so oft wegen seiner Grachten bezeichnet, jener Kanäle, die über die ganze Innenstadt verteilt angelegt wurden und seit Jahrhunderten als Transportweg dienen.

Kaizergracht am Abend

Entlang des über 80 Kilometer langen Grachtengürtels erstrecken sich sehenswerte Stadtviertel wie beispielsweise das Goldene Band. Die Innenstadt von Amsterdam kann wunderbar bei einer Schifffahrt durch die Grachten erkundet werden"

Grachten gibt es nicht nur in Amsterdam: Im Grunde bedeutet der Begriff nichts anderes als Kanal oder Wassergraben. Man findet derartige Kanäle über die ganzen Niederlande verstreut, aber auch in Belgien. Selbst im deutschen Duisburg kann man Grachten finden. Doch verbindet man die künstlich angelegten Wasserstraßen mit Amsterdam wie mit keiner anderen Stadt - hier haben sie Berühmtheit erlangt. Das liegt vor allem daran, dass das Netz der Wasserwege in der niederländischen Hauptstadt für die Stadt essentiell ist.

Der Amsterdamer Grachtengürtel gehört seit 2010 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Er existiert bereits seit dem frühen 17. Jahrhundert. Damals kam der Amsterdamer Bürgermeister Frans Hendricksz Oetgens van Waveren auf die Idee, die Stadt am Meer mit Wasserstraßen zu verbinden. Schon bald zog sich ein halbmondförmiger Grachtengürtel durch die Innenstadt. Hauptnutzen war der Warentransport zu den großen Schiffen nach Übersee.

Gracht mit Hausboot

Fast im Minutentakt sind heute auf den Grachten Ausflugsboote der unterschiedlichsten Anbieter unterwegs. Man kann an vielen Stationen in Amsterdams Innenstadt einsteigen und eine Rundfahrt machen - oder diese auch an einer beliebigen Anlegestelle unterbrechen und später wieder aufnehmen. Wer es individueller möchte, der kann sich auch selbst ein kleines Boot mieten und über die Grachten schippern. Doch Vorsicht sollte man beim Manövrieren walten lassen, denn das ist nicht immer ganz ungefährlich, da der Verkehr auf dem Wasser sehr dicht sein kann. Besonders schön ist der Grachtengürtel bei Nacht anzusehen, wenn die über 1.000 Brücken beleuchtet sind.

Die Rundfahrten befahren das innere Grachtennetz von Amsterdam, so etwa den wohl berühmtesten Kanal, die Prinsengracht. Auch die Herengracht ist sehenswert, ebenso die Keizersgracht. Ganz außen befindet umspannt die Singelgracht die Innenstadt. Die Prinsengracht verläuft mitten durch das Goldene Band, ein Nobelviertel der Stadt, wo sich einst schon viele reiche Kaufmannsfamilien ansiedelten, welche ihr Geld durch Verkauf von Waren im Hafen von Amsterdam verdienten. Heute sind die Preise entlang des Goldenen Bandes in unglaubliche Dimensionen hochgeschnellt. Zwischen teuren Läden leben besonders betuchte Bürger. Auch das Haus des Bürgermeisters befindet sich dort.

Viele Amsterdamer Bürger besitzt ein Boot, welches auf den Grachten der Stadt schippert. Weil die Preise für Mieten in Amsterdam so hoch sind, haben einige Bewohner ihren Wohnort ganz auf das Wasser verlegt: So sind in den Grachten immer wieder Hausboote zu sehen. In der Prinsengracht 296K gibt es sogar ein Hausboot-Museum.


Machen

Ausgedehnte Spaziergänge am Tag und am Abend, eine Fahrt mit dem Boot.
 

Hinkommen

im ganzen Zentrum von Amsterdam